Fördermittelmanager
Funktion und organisatorische Einordnung
Der Fördermittelmanager steuert auf Betreiberseite die systematische Nutzung öffentlicher Fördermöglichkeiten für Investitionen, Modernisierungen und Transformationsvorhaben. Im Facility Management betrifft dies insbesondere Gebäude, Energieeffizienz, technische Anlagen, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Klimaanpassung, Ressourceneffizienz und weitere investive Maßnahmen. Die Funktion verbindet Unternehmens- und Investitionsplanung mit den Bedingungen der jeweiligen Förderprogramme. Sie sorgt dafür, dass Fördermöglichkeiten nicht erst nach Projektfreigabe oder Bestellung gesucht werden, sondern rechtzeitig in Projektentwicklung, Budgetierung, Terminplanung und Beschaffung einfließen. Der Fördermittelmanager ist dabei keine Ersatzfunktion für Fachplaner, Projektleiter, Einkauf, Controlling oder Rechtsabteilung. Er schafft vielmehr die gemeinsame Förderlogik, innerhalb der diese Bereiche ihre jeweiligen Beiträge erbringen. Besonders wichtig ist die organisatorische Unterscheidung zwischen Förderchance, tatsächlicher Förderfähigkeit und rechtswirksamer Bewilligung. Eine interessante Programmbeschreibung begründet noch keinen Anspruch auf Förderung. Der Fördermittelmanager hält deshalb Programmstände, Fristen, Antragsvoraussetzungen, förderfähige Kosten, Beihilfegrenzen und Nachweispflichten nachvollziehbar auseinander.
